Modernisierung rhenag-Gebäude

Siegburger Verwaltungssitz wird zum „grünen“ Gebäude

  • Alte Fassade
  • Kernbohrungen
  • Neue Fassade
  • Thermografie

Am 31. August 2011 wurde das Verwaltungsgebäude der rhenag in Siegburg nach dessen Sanierung eingeweiht. Zusammenfassend ist folgendes passiert: Energieeffizienz wird nachhaltig optimiert, 62 Tonnen weniger CO² jährlich und 1,6 Mio. € Wertschöpfung für die Region.

550 Luftballons auf einen Streich ließen rhenag-Hausherr Dr. Bernd Ganser sowie Landrat Frithjof Kühn und Bürgermeister Franz Huhn in den Himmel steigen. Die riesige Ballontraube entspricht vom Volumen her dem, was rhenag durch die energetische Modernisierung ihres Firmensitzes in der Siegburger Bachstraße jede Stunde der Umwelt an CO² erspart. Auf das Jahr gerechnet summiert sich diese Menge auf 62 Tonnen CO².

„Klimaschutz ist in der Unternehmensstrategie der rhenag fest verankert“, stellt Energiegeschäftsleiter Dr. Bernd Ganser die Maßnahme in den Zusammenhang. „Und in dieser Maßnahme treffen sich die beiden zentralen Stellhebel, über die wir die Energiewende in der Region voranbringen wollen: den Ausbau regenerativer Erzeugungskapazitäten und die Steigerung der Energieeffizienz oder besser: Energieproduktivität.“

Der Stellhebel „Regenerativerzeugung“

Mit der in der Gebäudefassade integrierten Photovoltaikanlage speist rhenag ab sofort vorsichtig geschätzt 14.400 kWh CO²-freien Sonnenstrom ins Siegburger Netz und entlastet so das Klima pro Jahr um 10 Tonnen CO².

Der Stellhebel „Energieproduktivität“

Zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung der Wärmedämmung sowie die Beleuchtungsmodernisierung ermöglichen es rhenag, in der 3.200 Quadratmeter großen Energiegeschäftszentrale – Baujahr 1975 – bis zu 60 % mehr Leistung aus jeder Kilowattstunde Energie herauszuholen.

Der Effekt

Für gleiche Raumtemperaturen werden nun 180.000 kWh weniger Gas gebraucht. Die technisch verbesserte Beleuchtung kommt mit 24.000 kWh und damit mit 60 % weniger Strom aus. Daraus resultiert eine CO²- Ersparnis von 52 Tonnen jährlich.

Die Modernisierungsmaßnahmen im Einzelnen:

  • Die alte Waschbetonfassade wurde durch moderne, neue Fassadenelemente aus Aluminium ersetzt;
  • darunter wurde eine 10 cm dicke Wärmeschutzschicht aus Mineralstoff montiert. So konnten die Wärmedämmwerte deutlich verbessert werden;
  • an der sonnenreichen südwestlichen Gebäude-seite wurden speziell für rhenag angefertigte Photovoltaik-Elemente in die Fassaden integriert, die künftig geschätzte 14.400 kWh Sonnenstrom pro Jahr ins rhenag Stromnetz einspeisen werden;
  •  der komplette Fensterbestand wurde ausgetauscht, rund herum wurde hochmoderne Wärmeschutzverglasung verbaut;
  • alle Fenster sind mit einem automatisch gesteuerten Lamellensystem für den Sonnenschutz ausgestattet;
  • im Innern wurde die alte Beleuchtung mit Röhren gegen eine den tatsächlichen Arbeitsplatzbedürfnissen angepasste Beleuchtung mit Präsenzsteuerung und tageslichtabhängiger Dimmung ausgetauscht.

Wertschöpfung bleibt in der Region

Sämtliche Aufträge wurden an die regionale Wirtschaft vergeben, die Wertschöpfung der rund 1,6 Millionen Euro Investition bleibt damit vollständig in der heimischen Region.
Mit dem grundlegend modernisierten Verwaltungssitz hat rhenag in der Region ein Referenzobjekt geschaffen, das zeigt, welches CO²-Minderungspotenzial gerade in Bestandsimmobilien steckt. „Für ein Unternehmen wie rhenag, das sich als Impulsgeber für die regionale Energiewende versteht“, so Energiegeschäftsleiter Dr. Ganser abschließend, „war es ein Muss, hier glaubhaft voran zu gehen. Wir sind froh, in der Bachstraße 3 nun unseren eigenen Ansprüchen gerecht zu werden.“